Bemerkenswert

Gedenken an die Novemberpogrome und Lebkuchenhäuser für Geflüchtete

Am 09. November 2016 haben wir an der Gedenkveranstaltung anlässlich der Novemberpogrome vom 09./10.11.1938 teilgenommen.
Auch unsere Gruppe legte einen Gedenkstrauß mit Spruchband nieder.

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Obwohl man in Forchheim nicht den „Luxus“ hat dass für so eine Veranstaltung die Straße gesperrt wird, war die Stimmung durchweg andächtig. Gelesen wurden Zitate und Texte von und über Max Mannheimer, einen der bekanntesten Shoah-Überlebenden, welcher leider diesen September verstorben ist.
Es wurde daran erinnert, dass jede*r einzelne dafür verantwortlich ist dass etwas wie die Verbrechen der Shoah nie wieder zugelassen wird.
Dem schließen wir uns an.
Gegen jeden Antisemitismus – nie wieder!

Im Dezember haben wir uns als Basisgruppe zusammengesetzt und für Refugees mit denen wir privat Kontakt haben Lebkuchenhäuser gebacken, als kleine Aufmerksamkeit in der Winterzeit – sie waren äußerst schmackhaft. 🙂

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BUNDESTAGSWAHL – DEINE STIMME FÜR DIE LINKE. UND DANN?

Ihr habt lange nichts mehr von uns gehört, nun wollen wir uns mal wieder zu Wort melden.
Die ganzen vergangenen Wochen waren vom Wahlkampf geprägt, in den sich auch Menschen von uns eingebracht haben – zuletzt gestern und vorgestern am Infostand in der Forchheimer Fußgängerzone.
Am Sonntag kommt dann die Wahl, und da heißt es: beide Stimmen für DIE LINKE!
Die Erststimme für unsere stabilen Direktkandidaten David Klanke, die Zweitstimme für die Partei und unsere Landesliste.
 
Welche Gründe es für diese Wahl gibt, auch wenn man verständliche Probleme mit und Kritik an der Partei hat, hat Tobi vom bayrischen Landessprecher*innenrat neulich in einem Interview erläutert: http://v-magazin.studierende.fau.de/2017/09/warum-waehlst-du-die-linke/
 
Nach der Wahl geht es aber erst richtig los: damit unsere Interessen als Jugendliche und junge Erwachsene, Arbeiter*innen und Studierende vertreten werden, reicht es nicht ein Kreuz zu setzen. Nein, wir müssen uns selber organisieren und aktiv werden.
Deshalb hat unser Verband dieses Jahr auch die Kampagne #zukunftholen gestartet, ganz unter dem Motto: holen wir uns unsere Zukunft zurück!
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III. WEG IN FORCHHEIM?

Gerade erreichte uns eine Mail von Bunt statt Braun Forchheim – der III. Weg plant am Samstag eine Kundgebung in Forchheim!

“Die extrem rechte Partei „Der III. Weg“ will am kommenden Samstag, den 15.04.2017 in Forchheim eine Kundgebung abhalten.
Die Neonazis möchten auf dem Rathausplatz, was voraussichtlich aus mehreren Gründen nicht gelingen wird.

Unser Bündnis Bunt statt braun e.V. hat deshalb eine Eilanmeldung mit identischer Uhrzeit vorgenommen.
Es ruft alle BürgerInnen aus Forchheim und Umgebung auf, diesen Rassisten die Stadt nicht ohne Protest zu überlassen.
Zeigt den Extremisten mit Bannern und lautstarken Äußerungen was Ihr von ihnen haltet.
Informiert und aktiviert in eurem Bekanntenkreis und euren Organisationen, damit wir möglichst zahlreich eine friedliche Gegenkundgebung veranstalten können.
Was wir aber nicht wollen, ist Gewalt aus unseren Reihen. Dies werden wir NICHT dulden!

Die Details zu unserem Kundgebungsort und evtl. Auflagen werden mitgeteilt, sobald sie vorliegen.

Zum III. Weg:
Diese Partei ist die Ersatzorganisation für das vom Bay. Innenministerium verbotene Freie Netz Süd (FNS), welches seinerseits ein Ersatz für die ebenfalls verbotene Fränkische Aktionsfront (F.A.F.) war.
Weiteres siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_III._Weg
https://de.wikipedia.org/wiki/Freies_Netz_S%C3%BCd“

SAHRA WAGENKNECHT? NOT MY SPITZENKANDIDATIN!

Von uns hat man jetzt ja schon längere Zeit nicht mehr wirklich etwas mitbekommen, deshalb hier mal wieder ein Beitrag.
Vor kurzem war die LMV unseres Landesverbands auf der auch Menschen von uns anwesend waren, dort wurde ein sehr guter Antrag bezüglich Sahra Wagenknecht einstimmig angenommen.

Statement unseres Landessprecher*innenrats:

“Der Landesverband Bayern hat sich bereits durch einen einstimmigen LMV-Beschluss von der Spitzenkandidatur der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht distanziert. Nun gilt es, dass der Bundesverband nachzieht.

„Not my Spitzenkandidatin“

Wir, der Landesverband Bayern, der Linksjugend [’solid], beantragen, dass sich der [’solid]-Bundesverband von der Spitzenkandidatur Sahra Wagenknechts zur Bundestagswahl 2017 distanziert.

Begründung:

Wir, vom Landesverband Bayern, sind der Auffassung, dass viele ihrer, vor allem in letzter Zeit getätigten, Aussagen schlecht mit einem progressiv linken Politikverständnis vereinbar sind.

Vor allem in letzter Zeit traf sie viele Aussagen zu Themen wie Geflüchteten- und Sicherheitspolitik, bei denen sie rechte und rassistische Diskurse und Argumente aufgriff. (a)

Dies sehen wir als eine gefährliche Taktik und Rhetorik an, die nicht dazu führen wird, an die AfD abgewanderte Wähler*innen zurückzugewinnen, da sie bereits ihre politische Heimat gefunden haben.

Es sollte sich eigentlich für eine Spitzenkandidatin der LINKEN von selbst verbieten rechte Inhalte aufzugreifen und sich einer nationalistischen Logik zu bedienen, selbst wenn dies zu einem besseren Wahlergebnis führen sollte.
Sie trägt damit gewollt oder ungewollt dazu bei, rechte Diskurse noch mehr in der Mitte der Gesellschaft und auch in vermeintlich linken Kreisen zu etablieren. (b)

Diese Aussagen sind aus unserer Sicht eine unzureichende Antwort und ein fahrlässiger Umgang mit dem Aufstieg reaktionärer und faschistischer Kräfte.

Wir empfinden außerdem die starke, positive Orientierung an der BRD der 50er- und 60er-Jahre als sehr befremdlich. Weder die damalige Prägung der Gesellschaft, noch die des Staates und auch nicht das damalige Sozialsystem sehen wir als ein Vorbild für eine fortschrittliche, linke Zukunftsvision. Stattdessen wird hier ein konservatives Klientel bedient, welches sich mit dieser Idealisierung des Vergangenen sehr gut identifizieren kann. Dies sollte allerdings nicht die Aufgabe der politischen Linken sein. (c)

Ihre anfängliche Teilnahme und Unterstützung der Montagsmahnwachen, bei denen Rechtsradikale wie Jürgen Elsässer und Verschwörungstheoretiker wie Ken Jebsen mitwirkten, zeigt ihre opportunistische Haltung im Hinblick auf die Wahl ihrer Bündnispartner*innen. (d) Auch gegenüber der imperialistischen Außenpolitik Russlands äußerte sie sich weitestgehend unkritisch. (e)

Mit diesem, unserer Meinung nach, verharmlosenden Umgang mit Akteur*innen der politischen Rechten trägt sie stark zu deren gesellschaftlichen Akzeptanz bei, was dem antifaschistischen Charakter der LINKEN fundamental widerspricht.

Zudem wird eine Debatte verhindert, indem jegliche Kritik an ihren Aussagen von ihr, oder in noch polemischerer Form von Oskar Lafontaine, als „neoliberale Schmierenkampagne“ abgeschmettert wird, ohne auf Kritikpunkte einzugehen oder sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Wir befürchten, dass sie die LINKE in eine nationalistische Richtung drängen will. Damit können wir uns nicht identifizieren, dies wäre nicht unsere LINKE.

(a) http://www.tagesspiegel.de/politik/linke-und-fluechtlinge-aerger-um-sahra-wagenknecht/12833340.html # „Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht eben auch verwirkt“
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-01/sahra-wagenknecht-angela-merkel-fluechtlingskrise-berlin-anschlag-kritik # Die Polizei sei „weder personell noch technisch so ausgestattet“, wie es der Gefahrenlage angemessen sei.

(b) http://www.taz.de/!5285112/ # Auch ihre Äußerungen über „Kapazitätsgrenzen“ und dass „nicht alle Verarmten und Verelendeten der Welt zu uns kommen können“, gehört in diese Kategorie.a

(c) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fakten-check-sahra-wagenknecht-ludwig-erhard-und-die-linkspartei-a-880253.html # „Ludwig Erhard wäre bei uns mit seinen Ansprüchen am besten aufgehoben“, meint Sahra Wagenknecht.

(d) http://jungle-world.com/artikel/2014/48/51004.html # Neben zwielichtigen Gestalten wie dem Radiomoderator Ken Jebsen alias KenFM stehen Bundestagsabgeordnete, Universitätsprofessoren, NGO-Vertreter und weitere Personen des öffentlichen Lebens auf der Liste. Dazu gehören etwa Elmar Altvater, Politikwissenschaftler an der FU Berlin, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht, der Liedermacher Konstantin Wecker, die Israel-Kritikerin Evelyn Hecht-Galinski, Gewerkschaftsvertreter und hohe Funktionäre von NGOs wie etwa der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK).

(e) https://www.welt.de/politik/deutschland/article160010031/Wagenknechts-Thesen-koennten-auch-von-rechts-kommen.html # Ihr erstes großes Interview seit dem inoffiziellen Beginn des Bundestagswahlkampfes gab sie ausgerechnet dem russischen Staatssender RT – ehemals Russia Today. Der wurde unter anderem damit berühmt, dass er beim russischen Einmarsch auf der Krim erklärte, dieser diene der „Stabilisierung“ der Ukraine. Und als die angebliche Vergewaltigung einer Deutschrussin durch Ausländer als Lüge entlarvt wurde, identifizierte RT diese Richtigstellung der Fakten als „antirussische Propaganda“.“

(s. https://www.facebook.com/solidbayern/posts/10154676618887672)

HOLOCAUST MEMORIAL DAY

Gestern war der #HolocaustMemorialDay, der Tag der Erinnerung an die Shoah, den Massenmord an jüdischen Menschen im dritten Reich. Gestern vor 72 Jahren wurde Auschwitz von der Roten Armee befreit. Man sollte jeden Tag, nicht nur an diesem einen Danke dafür sagen!

Während in Deutschland die einen von der „dämlichen Erinnerungskultur“ reden, nutzen die anderen das Gedenken an den Holocaust um zu zeigen, dass Deutschland ja „aus der Geschichte gelernt“ hat – quasi der Besserungsweltmeister.
Wir stellen uns gegen beides.

Gegen jeden Antisemitismus und jeden Geschichtsrevisionismus, gegen jede besserdeutsche Erinnerungskultur die nur dazu dient sich selber zu vergewissern dass alles gut ist wie es ist.
Auf dass Auschwitz nie wieder sei.

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Mord an Geflüchtetem in Bamberg

Am 20. Januar wurde ein toter Mitbewohner einer Asylunterkunft im Landkreis Bamberg mit Stichwunden aufgefunden. Die Kripo ermittelt zwar noch, weswegen man nichts zum Tathergang sagen kann. Egal wer die Tat begangen hat, egal warum – es gibt nichts zu relativieren. Wir hoffen, dass alles aufgeklärt wird. Um weitere Informationen zu erhalten empfehlen wir die lokalen Medien etwas öfters zu checken, als man es vielleicht sonst tut, wobei wir selbstverständlich ebenfalls versuchen werden hier die neusten Informationen zu teilen.

Landkreis Bamberg: Leiche in Asylunterkunft wies Stichwunden auf

“VERANSTALTUNGSKALENDER“ FÜR DIESE WOCHE (05. bis 11.09.)

Diese Woche stehen einige coole Veranstaltungen an, die man besuchen kann.
 
Am Samstag, dem 10.09. werden wir zuerst in Forchheim und dann in Bamberg eine Aktion gegen TTIP und CETA machen, eine Woche vor den bundesweiten Großdemonstrationen – hierbei möchten wir auch alle Menschen denen es möglich ist und die Lust darauf haben, dazu aufrufen in München teilzunehmen, um dem querfrontlerischen und reaktionären Protest der sicher auch sichtbar sein wird, eine emanzipatorische, reflektierte Alternative entgegenzusetzen, die sich nicht nur aus Antisemitismus, Antiamerikanismus und verkürzter Scheiße zusammensetzt!
Zurück zum 10. September: unsere Aktion in Forchheim wird wohl von 10 bis 12 Uhr stattfinden, und Bamberg dann von 13 bis 15 Uhr, die Zeiten sind noch nicht ganz sicher.
 
Morgen gibt es bei den Genoss*innen der Linksjugend-Solid Nürnberg einen Vortrag über die Konstruktion von Männlichkeit im Punkrock, welcher ab 20 Uhr im Projekt 31 stattfindet.
Aus dem Veranstaltungstext: “Ist auch Männlichkeit eine der Normen, die von Punkrock angegriffen werden, oder versagt der Punk dabei, sein Geschlecht zu hinterfragen? Welche Rolle spielen Punkbands, die nicht ausschließlich aus cis-Männern bestehen und warum hört man so wenig von ihnen?“
 
Am 09.09. jährt sich auch der Angriff auf Enver Şimşek zum 16. Mal, welcher zwei Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag und das erste Opfer des “Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) wurde.
Dazu hat die Gruppe Das Schweigen durchbrechen Aktionstage organisiert, welche am Donnerstag mit einem Vortrag starten, am Freitag mit der Kundgebung am Tatort der Schüsse auf Enver Şimşek weitergehen und Samstag mit einem Film enden.
“Fahrplan für die Aktionstage:
 
8.9.2016: Vortrag: „Wer vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen!“ – 20 Uhr, Zentralcafe im K4
 
9.9.2016: Kundgebung zum Gedenken an Enver Şimşek – 13 Uhr, Liegnitzer Straße
(Treffpunkt für gemeinsame Anreise mit dem Fahrrad: 12 Uhr Nelson-Mandela-Platz)
 
10.9.2016: Film: „The truth lies in Rostock“ – 19 Uhr, Antifa Café im Projekt 31“